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Montag, 28. März 2011

Liebe kann man nicht handeln

Gordon Gekko ist zurück. Ohne Zweifel. Doch leider steht er im Schatten der Liebe. Etwas fürs Herz ist immer gut. Aber die Wall Street ist genau das Gegenteil. Nur leider ist der Film nichts von beidem. Weichgespült durch eine Nebenhandlung. Immer, wenn man von der Farbe des Geldes angefixt ist - und mehr will - kommt der Cut. "Amore" höre ich Oliver Stone schreien. Dieses Phänomen war schon bei Inception zu sehen: Kein Mut zur Reduktion auf die großartige Idee. Um möglichst Männlein, Weiblein, Flora und Fauna ins Kino zu locken. Es ist wie in der Kommunikation: Am Ende fehlt den Entscheidern der entscheidende Mut. Das Ergebnis: Werbung wie von 1&1, Ferrero Raffaelo und all den anderen Größen der miesen Filmunterbrechung. Aber ein Film sollte nie ein Überraschungsei sein: Spiel oder Schokolade. Die Spannung kommt dann von selbst.

Statt Spannung beschäftigten mich nach dem Abspann ein paar Fragen: Würde der größte Hai an der Wall Street den zukünftigen Schwiegersohn seines schärfsten Widersachers einstellen? Und welche Idealistin würde 100 Millionen US-$ spenden, und einen Non-Profit-Blog betreiben, während ihr Lebensgefährte jeden Moment abstürzen könnte wie der US-Immobilienmarkt? Geld schläft nicht. Meine Freundin macht es schon nach der Hälfte des Films. Und als sie einen Tag später die andere Hälfte des Films anschaut, verschwinde ich in der Küche.

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