Seit heute Nacht treibt der Wind das Meer stetig nach vorne. Bis zu vier Meter hoch türmt sich das Wasser und bricht unter lautem Grollen zusammen. Wie ein Mensch, der selbst von einer externen Kraft ständig und pausenlos angetrieben wird. Es tut gut, das zu sehen. So wird einem selbst einiges klar. Visualisierung per excellence. Diese unbändige Kraft der Wellen. Alles beginnt so unscheinbar: etwas Wind. Ständig. Und ganz viel Wasser. Und irgendwann wird alles von selbst größer und stärker. Was für ein Getöse da draußen. Die A 8 vor der Haustüre ist eine Spielstraße dagegen. Die Leute sollten mehr über die Umwelt schreiben. Oder zumindest darüber nachdenken. Ihnen würde bei einigen Fragezeichen ein Licht aufgehen. Das ist so abgefahren. Wie es wohl hinter dem Horizont abgeht? Wenn ich die drei Babys aus Wasser hier vor mir sehe, kann ich erahnen, was die drei Schwestern mit einem Containerschiff anstellen. Die kleinen Menschen bauen zusammen ein bewunderswert großes Schiff. Und die Natur? Diesmal in Form von Wellen? Interessiert sich nicht die Bohne dafür. Rollt einfach ihren Weg. Wie manche Dauernd-Hungrige auf der Königstraße. Klar. Was sollen die Wellen auch machen? Eine 15 Meter-Welle denkt sich ja nicht: "Huch. Ein Containerschiff. Mitten auf meinem Weg. Wie kommt das denn dahin? Ach, ich tauch' kurz unten durch. Damit nichts passiert." Die Welle denkt einen Scheiß. Nada. Kawumm. Schluck mich oder ich schluck Dich.
Scheiße, jetzt habe ich einen Sonnenbrand. Vor lauter schreiben. Zum Glück hat so ein Hemd lange Ärmel, die man nach dem Hochschlagen wieder runterkrempeln kann. Die Natur hat mich zu einem roten Krebs gemacht, während ich über sie geschrieben habe. Sie scheint das wohl nicht zu mögen. Und die Wellen: brechen und brechen und brechen. Wie ein Teenager nach seinem ersten Festzelt-Exzess. Ab an die Poolbar. Da ist auch Schatten.
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Weiß auf blau tut weh. In den Augen. Ehrlich :P
AntwortenLöschenIch wünsch dir noch einen schönen Resturlaub.
Und Grüße an die Tratschwellen, falls du welchen begegnen solltest.
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenMan bricht em wächst mit seiner Kritik ;) So besser. Stehe ja erst am Anfang meiner Blogger-Karriere
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