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Sonntag, 13. November 2016

Der deutsche Moralwächter: hat versagt

Wir sitzen hier in Deutschland und erlauben uns ein Urteil
über die Trump-Wähler. Wir sprechen über dortige Werte und Verfehlungen, die Dummheit der Amerikaner, die ihn wählten und über den White Trash. 

Als wären die Amerikaner blöd, wüssten nicht, was sie tun. Frau Merkel spielt die Lehrerin Lempel. 

Hier in Deutschland erstarkt die AfD, die Linke ist nur durch gelegentliche Posts von Sara Wagenknecht aktiv und sonst kaum zu hören. 

Die Oberlehrer auf facebook verbieten den Konservativen, Heimatverliebten und Rechten den Mund anstatt mit Argumenten zu kontern oder den braunen Pöbel zu ignorieren. 

Der gebildete AfD-Wähler kritisiert die Amerikaner für den gefährlichen Trump, macht sein Kreuz aber in derselben Ecke:  "Das ist etwas ganz anderes."

Ich bin enttäuscht von Deutschland. Wir machen es doch nicht besser, sagen aber anderen Ländern, wie sie es hätten besser machen müssen. Die deutsche Politik, die Art der Diskussionsführung und Auseinandersetzung mit dem Fremden und Radikalen, die Entfremdung zwischen Politik und Gesellschaft, die wachsende Armut an der Basis und das Abrutschen der Mittelschicht: unser Land versagt genauso und es kotzt mich an.

Montag, 19. September 2016

Für und Wider immer wieder

Nehmen wir im Umgang mit der AfD und allem braunen Schmutz nicht den einfachsten Weg? Indem wir uns statt über ein Für positionieren? Wählen wir stattdessen die Anti-Position. Dadurch müssen wir uns ja nur ganz einfach auf die andere Seite stellen und sagen: Die sind Scheiße. So bin ich nicht.

Beim Für bräuchten wir diesen Gegenpol nicht. Aber dann müssten wir ja unsere Werte schon kennen, unabhängig von allem Vorhandenen.

Es wäre der schwierigere, weil introspektivische Weg. Aber dadurch wären wir doch frei von dem braunen Müll um uns? Müssten wir dann nichts mehr teilen, von diesen Schnarchnasen? Müssten wir dann einfach nur die schönen, toleranten, mitmenschlichen Geschichten teilen und kommentieren, die das Leben schreibt? Sind es nicht die Journalisten, deren Aufgabe es ist, das Geschehen um die AfD zu kommentieren? Und die politische Auseinandersetzung liegt doch im Aufgabenbereich der Politiker? 

Sind es nicht wir, die bei den Wahlen ihre demokratische Verantwortung erfüllen - und uns dann im "Für unsere Werte" positionieren sollten? 

Was bringt uns die Diskussion mit den Intoleranten und Verbohrten? Wir werden uns doch nur daran aufreiben. Sie wollen uns nicht verstehen, die Toleranz, die Nächsteliebe, die Gefahr einer Flucht, das Leid im Krieg und den schmerzhaften Entschluss, die Heimat und vielleicht sogar die Familie hinter sich zu lassen. Klar gibt es welche, die das System ausnutzen wollen, den Sozialstaat. Aber der Begriff vom "Hartzen" war schon vor den Flüchtlingen da. Berechtigterweise.

Mir wäre eine Gesellschaft des Füreinander lieber. Das würde den Anti-Parteien und deren Anhängern bestimmt den meisten Wind aus den Segeln nehmen.

Cape Town

Es ist die Mother of Cities. Und sie hat ihrem Namen alle Ehre gemacht. Wir haben alle ihre Gesichter gesehen. Waterfront, Tafelberg, Food Market, Stadtrundfahrt im Topless Bus. Wer diese Stadt mit Vorsicht genießt, wird reich beschenkt. Ansonsten kann sie einen auch sehr strenge Erziehungsmethoden sprechen lassen, die Mutter aller Städte.








Verdict of the soup

In der Lairds Lodge wurde ich gefragt, wie ich über meine Suppe urteile. Mein Urteil war sehr gut. Ich halte das für eine gute Überschrift für mein Fazit.

Wir waren sehr begeistert von dem Land und es war die richtige Entscheidung, zu 2/3 unserer Flitterwochen hier zu verbringen.

Das Essen

Wahnsinnig lecker. Alles frisch und überall war der Service ausgezeichnet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist spitze. Wir sind auch außerhalb der Unterkünfte Essen gewesen: es war überall lecker.

Die Gastfreundschaft 

Wir wurden überall behandelt wie Könige.

Die Unterkünfte 

Überall sauber und gepflegt. Der Zimmerservice kam jeden Tag und es hat an nichts gefehlt.

Der Verkehr

Man braucht kurz, um sich an den Linksverkehr zu gewöhnen. Man sollte aufmerksam bleiben, damit sich - vor allem beim Abbiegen - keine alten Gewohnheiten einschleichen. Wen von hinten ein Auto schneller ankommt, fährt man auf Landstraßen zu 2/3 auf dem gelben Standstreifen und lässt passieren. Dafür bedankt sich der einheimische Fahrer mit einem kurzen Warnblinker.

Die Städte

Generell gilt: Nichts, null und gar nichts im Auto liegenlassen. Auch den Inhalt der Hosentaschen aufs Minimum reduzieren und - wie die Eltern in jungen Jahren mahnten: Vor Dunkelheit zuhause sein. Auch nicht alleine unterwegs zu Fuß sein und vor allem nicht an und in Touristenattraktionen.

Man sollte seiner Intuition trauen. Bei einem unguten Gefühl: darauf hören und es lassen, gehen, (ver)meiden.






Montag, 12. September 2016

Die französische Ecke

Franchhoek, Basse Provence. Eins von vielen wunderschönen Anwesen hier. Super Service, wie überall hier: sehr freundliche, hilfsbereite und höfliche Menschen.



Nach einer Nacht stiegen wir heute in die Weintram und hatten verschiedene Weinproben bei top Weingütern hier.










Sonntag, 11. September 2016

Waltag



Nach einer herrlich langen Nacht voller Heizdeckenschlaf im schönen Baleia Guest House, ging es weiter. Wir frühstückten nicht zu ausgiebig, wie uns die Inhaberin riet und taten gut daran. Auf unserem Voucher stand nicht, wann das Boot zur Walbeoachtung ablegt. Aber jemand vom Veranstalter rief am Vortag in unserem Hotel an. Toller Service.

Das vom Veranstalter vorprogrammierte Navi hatte leider die Adresse eines anderen Veransters drin, sodass wir kurz ins Schwitzen aber just in time richtig ankamen. Kurzes Briefin bei Kaffee, Wasser, Brownies und es ging los. Schwimmwesten an, Regenjacket und ab aufs Boot. Die vier V6-Bootsmotoren des "Dreamcatcher" von Dyers Island Cruises trieben das Boot beeindruckend schnell über und durch die Wellen. 



Wir waren ziemlich weit draußen und das Boot schaukelte ordentlich. Wir hatten Glück und sahen fünf Southern Right Wale. Einer war ca 15 bis 20 Meter vom Boot entfernt. 

Auf dem Rückweg musste ich meinen Magen schon etwas beherrschen. Mein Gruß und Dank geht an das Baleia für dem n Tipp. Wir bogen in die Shark Alley und sahen Robben ohne Ende. Ouäh ouäh.



Etwas vor dem Hafen hielten wir in Sichtweite zu einem Boot, das gerade Cage Diving praktizierte. Und genau vor uns sprangen immer wieder zwei große weiße Haie aus dem Wasser. 

Zum Abschluss gab es noch eine wärmende Suppe - natürlich an Land - und Sandwiches. Hermanus bzw. kleinsbaai muss man unbedingt besuchen. Auch wenn man nicht raus fährt. Auch von Land aus kann man Glück haben und dieese riesigen Meeressäuger beobachten.

Pop-up-Männchen

Es war schon eine Qual, morgens um 6 Uhr bei unter 10 Grad die Lodge zu verlassen. Aber wir wurden schon nach der geführten Ankunft im Reich der Erdmännchen belohnt: Mutter Natur persönlich schenkte uns einen glühend roten Sonnenaufgang. Dazu reichten uns die Guides Kaffee, Tee und einen kleinen Snack - serviert mit Infos und lustigen Anekdoten.

Wir schnappten uns jeder einen Klappsstuhl und setzten uns ca 200 m weiter ins nirgendwo, um uns im halbkreis eine halbe Stunde nett mit den Sitz ach arn zu unterhalten. Dann poppte aus dem Nichts so ein kleines langes Fellstäbchen hoch und betete die Sonne an. Schnell kamen weitere hoch und sogar vier kleine Erdmanne-Babys.

Wir freuten uns, fotografierten, filmten, fragten und lachten. Die Guides waren top informiert und konnten jede Frage beantworten. Nach ca 2,5 Std ging es zum Frühstück in die Lodge. Wie
R machten uns fertig und brachen auf: 370 Km bis Hermanus lagen vor uns. Unterwegs hielten wir irgendwo im Niegendwo an einem unscheinbaren Restaurant und aßen leckere Burger. In Hermanus gingen wir abends an der Bucht entlang in eine kleine Tapas-Bar und schliefen - nach einem friedlichen Spaziergang durch die nächtliche Stadt - sehr bald ein. Der Honeymoon-Welcome-Sekt trug dazu sicher seinen Teil bei.

Wir mussten fit sein für die Bootstour ruas zu den Walen.