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Dienstag, 31. Mai 2011

Sorry, grüner Lümmel

Ich habe Dir unrecht getan, spanische Gurke. Du bist nicht tödlich, man darf Dich auch ohne eine Sterilium-Sonderbehandlung essen. Deine Farbe war kurzzeitig verblasst, jetzt strahlst Du wieder in grünstem Gemüse-Grün. Und eine große Entschuldigung an Dich, liebe Sandra. Du hast unser beider Leben nicht gefährdet. Was der Grüne im Landtag macht, wird sich noch zeigen. Aber Südländische Gurken sind hiermit wieder zum Genuss freigegeben. Der Wirt lauert woanders. Wer nichts wird, wird Wirt.

Montag, 30. Mai 2011

Werbung in fast-eigener Sache

Der robzn hat viele Gesichter. Neben meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Social Media-Manager, meiner Kaufmännischen Ausbildung und meinen Erfahrungen in der Werbung, schreibe ich immer wieder Songtexte, die ein Freund von mir produziert. Wir sind sozusagen ein Produzentenduo. Klingt genial. Wenn es mal meine offizielle Jobbezeichnung wird, lasse ich es Euch wissen. Zurück zum Thema: Wir haben bereits ein Lied für die WM 2010 produziert, das auf youtube einen erachtlichen Erfolg von fast 230.000 Views zu verzeichnen hat. Aber seht und hört selbst. Dort der Link: Wir bleiben am Ball auf youtube, hier das Video:

Sonntag, 29. Mai 2011

Frei parken

Endlich wieder Freitag. Wir gingen natürlich ins Mari. Diesmal mit dem Fahrrad. Steve hatte das Wochenende zuvor in seinem Suff “irgendeine Alte” abgeschleppt, die nur ein paar Minuten zu Fuß von unserer Pilgerstätte wohnte. Steve hatte mit ihr ausgemacht, dass wir die Räder bei Ihr im Garten abstellen konnten. Also nichts wie los. Wir sammelten unsere Kumpels beim Supermarkt ein. Steve und ich holten uns, wie das Ritual es bestimmte, jeder eine Flasche Martini für den Weg. Aufsitzen! Und los.

Dort angekommen war von dieser ominösen Alten keine Spur. Wir standen aber zu zehnt und schon angetrunken vor unserem Parkplatz. Und abgemacht war trotzdem abgemacht. Jeder nahm sein Rad, lief durch das liebevoll gepflanzte Blumenbeet in den Garten, lehnte sein Fahrrad an die sauber geschnittene Hecke und schloss es ab, als eine weibliche Stimme irritiert von der Veranda rief: “Was macht ihr da?” Wir drehten uns um. Dort saßen die Eltern und schauten uns schon die ganze Zeit zu. Ich stammelte “naja die äh, em... Steve, wie heißt die Alte?” Steve zu ihren Eltern: “Ich hatte das mit Ihrer Tochter schon besprochen, das geht in Ordnung.” Schlaues Kerlchen, mein Steve. Und wenn er sagt, dass es in Ordnung geht, hatten auch die Eltern nichts dagegen. Anscheinend. Die Räder durften bleiben und wir gingen ins Mari. Die Lichter mussten bei jedem nach zwei Stunden aus sein, das war die Vorgabe von Steve und mir, woran sich auch jeder hielt. Bei mir waren die Lichter mehr als aus und im Mari waren sie kurz vor dem Angehen. Steve war mit seiner Bekanntschaft schon vor der Tür und ich stand orientierungslos und alleine, mitten auf der Tanzfläche, als ich plötzlich ein Mädchen im Arm hatte. Sie wollte mit mir tanzen. Leider. Denn meine Stärken liegen eher an der Theke, als in der Hüfte. Egal, im Suff geht alles. Dachte ich. Dem war aber nicht so. Sie musste wohl oder übel so dicht sein wie ich, um das nicht zu merken. Dann fiel es ihr aber nach einem Lied schon auf und wir setzten uns auf ein Podest am Rand der Tanzfläche, um auf der non-verbalen Ebene weiter zu kommunizieren. Mit geschlossenen Augen fuhr ich aber sofort Karussell. Ein Glück war gleich eine Wand in der Nähe, an der ich mich abstützen konnte. Natürlich ganz Gentlemen so, dass sie davon nichts merkte. Irgendwann zog mich Steve am Arm, schleifte mich aus der Kneipe und wir gingen. Die ganze Gruppe torkelte zu der Bekanntschaft von Steve. Jeder trampelte durch den Garten, nahm sein Rad und fuhr in Schlangenlinien los. Nur einer nicht: Hase war weg.

Er hatte sich im Suff ein Wochenende zuvor die Hand gebrochen und war mit Gips unterwegs. Wir riefen nach Hase, als er einfach so wieder vor uns stand. “Wo warst du”, fragten wir ihn. Er antwortete: “Soll ich es euch zeigen?” “Lass mal gut sein, wir wollen los.” Aber er wollte uns unbedingt demonstrieren, was er gerade erlebt hatte, schob sein Rad einige Meter zurück, nahm Anlauf und fuhr volles Programm in die schöne Hecke der Nachbarn. Leider stand das Mädchen noch da, bei dem wir die Räder geparkt hatten. Sie fiel fast ohnmächtig rückwärts in die eigene Hecke und wir konnten uns vor lachen kaum noch halten. Wie umgeschossene Kegel lagen wir auf der Straße und bekamen kaum noch Luft. Hase verlor den halben Gips, fand ihn auch nicht wieder und wir kamen kaum wieder auf die Beine. Dann eierten wir Heim, um die Räder vor der Stammkneipe zu parken. Warum sollte so ein grandioser Abend auch schon so früh enden?

Donnerstag, 26. Mai 2011

Wann hat ein starkes Team eine starke Marke?

Wenn die Stimmung in der Halle stimmt? Wenn viele Leute das Team kennen? Oder wenn die Fans von selbst interagieren und sich fantastische Dinge überlegen? Hier ist ein Beispiel, von dem ich besonders fasziniert war: Ein Junge bastelt einfach so ein Video. Von seinem Lieblingsteam. Respekt, Luci.

Was kommt nach EHEC ?

web.de titelt heute: EHEC-Keime auf spanischen Gurken. Menschen mit einer Vorliebe für Oralsex mit Südländern sollten das beste Stück vorher besser mit Sterilium behandeln, um absolut sicher zu gehen. Oder das Ding eine Weile auf über 100°C erhitzen, um den Erreger abzutöten. Zweiter positiver Effekt der Sache: Wenn der Mann das mit macht und hinterher noch steht, ist es die wahre Liebe. Also könnte nach der EHEC-Sache die Hochzeitsrate innerhalb der EU rasant steigen.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Wer wird 300?

Scheiß auf den Film. Hier geht's um das wahre Leben. Zwar im Social Media. Aber trotzdem. Ich weiß, in der Bibel wurden die Leute viel älter als 300. Aber darum geht's auch nicht. 300? Das könntest DU sein. Oder DU. Nämlich mein 300 Facebook-Freund. Was es dafür gibt? Non-materialistische Bereicherung. Mehr oder meist weniger sinnvole Posts. Immer wieder Neuigkeiten. Eine Einladung, Fan der MadDogs zu werden (damit hast Du die Chance auf eine Dauerkarte für Handball in der 3. Bundesliga) - und Chat-Unterhaltungen. Wenn DU willst.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Mari, meine erste große Liebe

Ich werde diese dunkle Höhle nie vergessen, die mir und meinen Freunden sooft eine günstige Heimat war. Wir sammelten uns draußen auf dem betonierten Platz, lange bevor das Mari öffnete, um die ersten am Tresen zu sein. Die drei Stufen hinauf zur Tür und in den Vorraum nahmen wir mit jugendlicher Leichtigkeit. Dann standen wir vor einem Tisch mit einer Registrierkasse, wo eine übergewichtige Mittvierzigerin die 7 Deutschen Mark abkassierte und jedem dafür einen Stempel auf die Hand drückte. Es roch dort nach Bier, Rauch und Schweiß, obwohl die Tür zum Hauptraum noch geschlossen war. Aber für uns war dieser Gestank mehr wert, als jeder andere Duft. Denn er verhieß vor allem eins: Absturzgefahr. Und wir wollten nichts lieber als das. Wir gingen durch die zweite Tür und standen auf einer Art Podest. Dunkel. Verraucht. Schäbig. Vielleicht zehn kleine runde Tische mit jeweils 4 Stühlen dran. Für die, die sitzen wollten - oder nichts anderes mehr konnten. Wir wollten aber nur eins: Bier. Wieder ein paar Stufen, und wir standen kurz vor der Tanzfläche, auf der niemand tanzte, solange das Freibier floss. Ein mit Metall ausgelegter runder Bereich mit einem Podest und einer Stange. Hase hatte so seinen Spaß mit dem Ding. Links war die 3 Meter lange Theke, an der man sein Bier anfangs noch in Pilsgläsern bekam. Irgendwann gingen den Pächtern wohl die Gläser aus - und ich bin mir sicher, noch heute hat jeder zweite Maritrinker sein Glas noch im Schrank. Im Akkord wurde das Bier ausgeschenkt. Zwei Stunden lang. Wir bekamen unser Bier und gingen über die Tanzfläche vier bis fünf Stufen hinauf, in einen durch ein Geländer etwas abgetrennten Bereich mit Blick über das ganze Lokal. Wir stellten uns an die paar Bartische und tranken, so schnell wir konnten, um schnell das nächste Bier zu holen. Nach einigen Pils fiel uns ein Nebenraum auf, er war ungefähr so groß wie die Empore, auf der wir waren und hatte gestapelte Stühle und ein paar Tische, die jemand in eine Ecke geräumt hatte. Wir standen dort einfach rum, redeten kaum etwas, beobachteten die Mädels und überlegten uns, welche wir später ansprechen, wenn der Pegel hoch genug war und die Schüchternheit irgendwo am Grund unserer Leber lag, begraben unter Fluten von Pils. Nur Hase hatte andere Pläne, obwohl er vielleicht das gleiche Ziel im Kopf hatte. Nach 2 Stunden gratis Bier torkelte er auf die Tanzfläche. "Jetzt passiert's, dachten wir: Hase gräbt eine an." Aber er ließ sie alle links stehen und liegen. "Was macht der da?", frage mich Steve. "Kein Plan. Der ist dicht." war meine Antwort. Aber das Mann so dicht sein kann, konnte ich mir bis dato nicht vorstellen. Er kroch auf das Podest, richtete sich auf und gab an der Stange sein bestes. Die Mädels schauten kurz zu ihm hoch und verließen irritiert den Ort des Geschehens. Weit weg. Ganz weit weg. Aber Hase gab alles. Wirbelte an der Stange herum, wie eine Schwäbische Hausfrau mit ihrem Besen an der Kehrwoche. Nur dem Wirt gefiel es überhaupt nicht, dass hier jemand seine sowieso schon überwiegend männliche Kundschaft noch mehr in Überzahl brachte, stieg auf das Podest und holte Hase vom Tatort, damit wenigstens noch ein paar Mädels im Mari blieben. Wir jubelten und johlten. Hase war komplett raus und wir gingen heim. Das Mari, meine erste große Liebe. Und die einzige, die ich mit meinen Freunden geteilt habe. Gerne.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Die Schildkröten-Suppe ist ausgelöffelt


Eine Ära geht zu Ende: Gestern habe ich ein Dokument unterschrieben, womit ich wieder alle Rechte an meinem Buch bekomme. Die Vertragslaufzeit war zuende. Ich hatte zwar die Option, den Vertrag um weitere 2 Jahre zu verlängern. Aber die Schildkröten-Suppe braucht noch etwas Würze und muss final besser abgeschmeckt werden. Dazu habe ich jetzt die Möglichkeit. Der Verlag hat noch ca. 20 Exemplare auf Lager. Wer noch keins hat - und unbedingt eins will - kann sich hier eins bestellen: http://www.amazon.de/Schildkr%C3%B6ten-Suppe-Robzn-Delard/dp/3902528621/ref=si_aps_sup?ie=UTF8&qid=1305101964&sr=8-1 Eine Widmung gibt's natürlich gratis.

Vielleicht mache ich auch zuerst mein zweites Buch fertig. Hier im Blog wurden ja schon Stimmen laut, dass sie mehr davon lesen wollen. Momentan macht mir die Arbeit an "Hasenfuß" auch mehr Spaß als eine Buchüberarbeitung. Wir werden sehen. Auf die Schildkröten-Suppe.