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Samstag, 26. September 2009

Von Freunden und Bekannten klaut man schon zweimal nichts

Gute Ideen sind heute Mangelware. Darum verdienen sie Respekt. Wer die Idee hat, dem gehört sie auch. Leider gibt es heute viele Ignoranten, die denken, Gutmütige Menschen sind einfach dumm - und merken es eventuell gar nicht, dass sie ihres Gedankenguts beraubt werden. Schon gar nicht, wenn es ein Freund oder Bekannter ist. Vielleicht gar nicht so schlecht. Damit unterschätzen sie den guten Menschen. Der aber lernt dazu. Der Egoist bleibt hingegen das Arschloch, dass er schon vorher war. Weiterentwicklung ade. Und von Frechheit kann beim Ideenklau schon gar keine Rede sein.

Dienstag, 18. August 2009

Schöner Satz

"Glückwünsche kennen kein Verfallsdatum." Von meiner Oma R.

Sonntag, 3. Mai 2009

Die Alten schmeißen auch weg.

Ich bin von meinen Großeltern zum Essen eingeladen - wie schrecklich. Eigentlich etwas Gutes. Aber wie schlimm. Denn ich muss alles verwerten. Es gibt nichts, das es nicht zu essen gibt. Alles kann verwertet werden - seit dem Krieg ist das so. Also esse ich den fetten Speck. Ich schlucke die Knorpel hinunter. Es muss eben weg. Sonst denken die, ich bin ein Verschwender. Sonst denken die, ich kann nicht schätzen, was ich von ihnen auf den Teller bekomme. Also esse ich ALLES, schlucke ALLES, von Speck über Knorpel bis Fett. Und am Ende schaue ich stolz auf meinen glänzenden Teller. Denn alles ist weg. Und vergleiche ihn mit dem porzelanenen Untersatz meiner Oma. Und was liegt da auf ihrem Teller? Fett. Knorpel. Speck. Und ich weiß ab heute: Auch die sind wählerisch. Und: Die Alten schmeißen auch weg.

Donnerstag, 30. April 2009

Schrottplatz

Ich setzte einen Fuß vor den anderen. Schritt für Schritt laufe ich an den Bergen aus alten Teilen vorbei. Metall auf Metall, Rost auf Rost, Alt auf Alt. Der Matsch unter meinen Füßen schmatzt wie ein ausgehungerter Gefangener an einem Festmahl. Überall liegen Teile. Sie sehen nicht schlecht aus. Ich nehme sie in die Hand, doch eins von tausend funktioniert – vielleicht. Das Leben ist eben ein Geschenk, dass man sich erarbeiten muss.

Samstag, 25. April 2009

Ganz schön rostikal

Wow, es ist Dienstag der 14. Apr. 09 und ich werde freundlich. Zu allem, zu jedem, zu mir auch. Das ist unglaublich. Ich sollte öfter Tagebuch schreiben. Da kommt der ganze Rotz von der Seele runter. Wie Rost von meinem Grill auf dem Balkon, der dort seit letztem Sommer steht. Und jetzt wieder zum Einsatz kommen könnte. Komisch, dass sich meine Lebensgefährtin schon lange nicht mehr beschwert hat. Vielleicht hat sie kapituliert. Das wäre was. Ich habe das Geheimrezept gegen zu viel Motzen in der Beziehung gefunden – es nennt sich „Rost“. Rostikal also. Mein neues Lieblingswort. In diesem Sinne: eine lange und leckere Grillsaison.