Montag, 12. März 2012
Hammel an Bord
Diese ganzen Kindernamens-Aufkleber sind doch nur eine Entschuldigung, scheiße Autozufahren. Wenn man sich noch anschaut, wie der Nachwuchs heißt, wird einem alles klar: Bei "Lea", "Eva" und "Jakob" heißt das unter'm Strich, "ich kann es nicht - und dazu ist der Herr mein Hirte." Und der größte Hammel sitzt hinter'm Steuer. Ich kaufe mir jetzt eine schrottreife Karre und klebe für den Wert des Kaufpreises nochmal Tatze, Pfote und Dreieck hinten drauf. Bei dem ganzen Namenszwitterismus ist das Geschlecht bald nicht mehr zu erkennen, sodass die Farben Blau und Pink es richten müssen. Mit meiner Namensschleuder ziehe ich bei jeder Gelegenheit einfach mit Tempo 60 auf die linke Spur und warte, bis mich einer abschießt. Dann komme ich noch in die BILD: "Raser schießt Kleinwagen mit 250 Kindern an Bord ab". Die haben ja auf der Seite 1 jetzt genug Platz für so eine Schlagzeile. Bei der Menge der Aufkleber könnte man bei vielen Familien meinen, der Erzeuger hätte keinen Penis, sondern ein Teil mit der Streuung einer abgesegten Schrotflinte. Nach 9 Monaten weist die Kindesstatistik in Deutschland das Doppelte aus und 100 Mathematiker müssen erstmal 9 weitere Monate den Fehler suchen. Dabei liegt er direkt vor unseren Augen: auf den Rückscheiben vieler Autos.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen